Arbeiten in der Sonne: Belastung erkennen und richtig reagieren
- 5. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Arbeiten im Freien gehört am Bau dazu. Gerade im Frühling und Sommer bedeutet das: viel Licht, warme Temperaturen und lange Tage. Entscheidend ist dabei nicht nur die Hitze, sondern die Kombination aus UV-Strahlung, hoher körperlicher Belastung und fehlenden Schattenbereichen. Diese Faktoren wirken gleichzeitig – und werden oft unterschätzt.
Mehrfachbelastung auf der Baustelle
Baustellen sind selten geschützte Arbeitsumgebungen. Offene Flächen, helle Materialien und reflektierende Oberflächen verstärken die Wirkung der Sonne. Das führt zu mehreren Belastungen gleichzeitig: Die UV-Strahlung wirkt auf Haut und Augen, Hitze belastet den Kreislauf und Blendung kann die Sicht und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Gerade bei körperlicher Arbeit kann diese Kombination schnell zu Überlastung führen.
UV-Strahlung: Unsichtbar, aber relevant
Der UV-Index ist ein international festgelegter Wert, der angibt, wie intensiv die gesundheitlich relevante UV-Strahlung der Sonne an der Erdoberfläche ist. Dabei werden vor allem jene Anteile der Strahlung berücksichtigt, die Haut und Augen schädigen können. Der UV-Index beschreibt also nicht einfach „Sonnenschein“, sondern konkret das Risiko durch UV-Strahlung. Die Skala beginnt bei 0 und ist nach oben offen. Je höher der Wert, desto stärker ist die Belastung und desto wichtiger werden Schutzmaßnahmen.
0 - 2 | niedrig | Keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich. |
3 - 5 | mäßig | Schutz empfehlenswert bei längerem Aufenthalt in der Sonne, besonders für die empfindlichen Hauttypen. |
6 - 7 | hoch | Schutzmaßnahmen erforderlich. |
8 - 10 | sehr hoch | Schutzmaßnahmen unbedingt erforderlich, direkte Sonne um die Mittagszeit vermeiden. |
über 10 | extrem | Schutzmaßnahmen unbedingt erforderlich, direkte Sonne um die Mittagszeit vermeiden. |
Good to know
Der UV-Index wird in Österreich im Auftrag des Bundes erhoben und veröffentlicht. Unter diesem Link kann man sich das jederzeit aktuell ansehen. Entscheidend ist dabei immer der höchste gemessene oder vorhergesagte Wert des Tages, da dieser die maximale Belastung beschreibt.
Als Faustregel gilt: Der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sollte mindestens doppelt so hoch sein wie der UV-Index.

Was heißt das jetzt für den Arbeitsalltag?
Der UV-Index hilft dabei, das eigene Verhalten im Freien besser einzuschätzen. Bei höheren Werten solltest du besonders auf deinen Schutz achten:
Direkte Sonne – vor allem rund um die Mittagszeit – möglichst vermeiden
Körper bedecken, z. B. durch geeignete Arbeitskleidung und Kopfschutz
Augen schützen, etwa durch Sonnen- oder Schutzbrillen mit UV-Schutz
Sonnenschutzmittel verwenden und regelmäßig nachcremen
Auf regelmäßige Pausen achten, insbesondere bei längerer Exposition

